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Förderung · 11 Min. Lesezeit

BAFA Antragsformular Wärmepumpe 2026: Formulare, Portal & Ausfüllhilfe

Welche BAFA-Formulare brauchst du 2026 für die Wärmepumpen-Förderung? Portal-Login, Fachunternehmererklärung, BzA-Nummer und Verwendungsnachweis konkret erklärt.

Veröffentlicht am 15. Juli 2026

Förderung

Das BAFA-Antragsformular für die Wärmepumpe ist seit 2024 kein klassisches PDF mehr, das du herunterlädst und einschickst — der komplette Antrag läuft heute über das KfW-Zuschussportal (Programm 458). Das BAFA bleibt zuständig für gewerbliche Anlagen, Nichtwohngebäude und einige Anlagen zur Wärmeerzeugung. In diesem Ratgeber zeigen wir dir für 2026 genau, welches Formular in welchem Portal auszufüllen ist, welche Anlagen du brauchst und wie du typische Fehler beim Ausfüllen vermeidest.

BAFA oder KfW? Welches Antragsformular du 2026 wirklich brauchst

Viele Eigenheimbesitzer suchen nach dem „BAFA-Antragsformular Wärmepumpe" — und landen auf einer veralteten Fährte. Seit dem 27. Februar 2024 ist die Zuständigkeit für die Heizungsförderung im selbstgenutzten Wohngebäude auf die KfW übergegangen. Wenn du also privat eine Wärmepumpe in dein Einfamilienhaus einbauen willst, füllst du kein BAFA-Formular mehr aus, sondern beantragst über das KfW-Zuschussportal den Zuschuss aus dem Programm 458.

Das BAFA ist dagegen weiterhin die richtige Adresse, wenn du eine Wärmepumpe in einem Nichtwohngebäude, einer gewerblich vermieteten Immobilie oder als Teil einer umfassenden Sanierung (BEG EM außerhalb der Heizung) förderst. Für den klassischen Privathaushalt gilt: KfW-Antrag ist Pflicht.

Faustregel 2026: Wohngebäude + neue Heizung = KfW 458. Nichtwohngebäude oder Effizienzhaus-Sanierung mit Kredit = BAFA/KfW-Kombi. Wer das Falsche ausfüllt, bekommt keinen Cent.

Voraussetzungen: Was du vor dem Antrag erledigt haben musst

Bevor du überhaupt im Portal einen Antrag stellen kannst, brauchst du ein paar Bausteine. Ohne die geht es nicht — und genau hier scheitern viele Anträge in der ersten Runde.

  • Angebot eines Fachbetriebs mit Auflistung förderfähiger Kosten (Wärmepumpe, Installation, Umfeldmaßnahmen)
  • Lieferungs- und Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung — der Vertrag darf erst nach Antragstellung final wirksam werden
  • BzA (Bestätigung zum Antrag) von einem Energie-Effizienz-Experten oder dem ausführenden Fachbetrieb
  • Grundbuchauszug oder Eigentumsnachweis für die zu fördernde Immobilie
  • Einkommensnachweise (Steuerbescheide der letzten 2 Jahre), wenn du den Einkommensbonus (30 %) beantragen willst

Der wichtigste Punkt: Du musst den Antrag vor dem Beginn der Maßnahme stellen. Als Maßnahmenbeginn zählt bereits die verbindliche Auftragserteilung an den Installateur. Ein Vertrag mit aufschiebender Bedingung („wirksam nur bei FörderzusageSchritt-für-Schritt-Anleitung zum BAFA-Antrag für die Wärmepumpe.

Die wichtigsten Formulare im Überblick

Der Antragsprozess besteht nicht aus einem einzelnen Formular, sondern aus mehreren digitalen Dokumenten, die im KfW-Portal (bzw. BAFA-Portal für gewerbliche Fälle) zusammenlaufen. Hier die relevanten Dokumente 2026:

1. BzA (Bestätigung zum Antrag)

Die BzA ist das Herzstück. Sie wird von einem Energie-Effizienz-Experten (EEE) oder — bei der Heizungsförderung — direkt vom ausführenden Fachbetrieb ausgestellt. Sie enthält technische Kenndaten der Wärmepumpe, die geplanten förderfähigen Kosten und die BzA-Nummer, die du im Antrag angeben musst. Ohne BzA-Nummer kein gültiger Antrag.

2. Fachunternehmererklärung (FUE)

Nach dem Einbau bestätigt der Fachbetrieb mit der Fachunternehmererklärung, dass die Anlage entsprechend den technischen Mindestanforderungen installiert wurde. Für die Wärmepumpe heißt das unter anderem: geprüfte Jahresarbeitszahl, dokumentierter hydraulischer Abgleich nach Verfahren B und Prüfung der Vorlauftemperatur.

3. Verwendungsnachweis (VwN)

Nach Fertigstellung reichst du den Verwendungsnachweis im Portal ein — inklusive Rechnungen, Zahlungsnachweisen und Fachunternehmererklärung. Erst nach positiver Prüfung wird der Zuschuss auf dein Konto ausgezahlt. Bearbeitungszeit typischerweise 4–8 Wochen.

Schritt-für-Schritt: So füllst du das Antragsformular korrekt aus

Wir gehen den Prozess einmal komplett durch — so wie du ihn 2026 im KfW-Portal (für Privathaushalte) oder im BAFA-Portal (für gewerbliche Anlagen) erlebst.

  1. Angebote einholen: Hole mindestens 2 Angebote von Fachbetrieben ein. Achte auf Detailtiefe — Wärmepumpen-Modell, geschätzte JAZ, hydraulischer Abgleich, Umfeldmaßnahmen.
  2. Fachbetrieb + Vertrag mit Bedingung: Unterschreibe einen Vertrag mit aufschiebender Bedingung. Der Fachbetrieb stellt dir die BzA aus.
  3. Registrierung im KfW-Zuschussportal: Legge ein Konto an unter „Meine KfW". Für BAFA-Fälle nutzt du analog das BAFA-Portal mit „+ NEUER ANTRAG".
  4. Antragsformular ausfüllen: Persönliche Daten, Adresse des Vorhabens, BzA-Nummer, gewünschte Boni (Klimageschwindigkeit, Einkommen, Effizienz) auswählen.
  5. Unterlagen hochladen: Einkommensnachweise (bei Einkommensbonus), ggf. Eigentumsnachweis, Vollmachten.
  6. Absenden und Bestätigung abwarten: Die Eingangsbestätigung kommt sofort. Die Förderzusage typischerweise innerhalb von 2–4 Wochen.
  7. Anlage installieren lassen: Erst nach Förderzusage darfst du die Maßnahme final beauftragen und starten lassen.
  8. Verwendungsnachweis einreichen: Nach Fertigstellung Rechnungen, FUE und Zahlungsnachweise hochladen. Auszahlung folgt.

Beispielrechnung: Was am Ende im Antrag steht

Damit du eine Vorstellung hast, welche Zahlen du eintragen musst, hier ein realistisches Beispiel für ein Einfamilienhaus (Baujahr 1995, 140 m², Gasheizung wird ersetzt):

  • Angebot Luft-Wasser-Wärmepumpe inkl. Installation: 32.000 €
  • Förderfähige Kosten (gedeckelt auf 30.000 €): 30.000 €
  • Grundförderung 30 %: 9.000 €
  • Klimageschwindigkeitsbonus 20 %: 6.000 €
  • Effizienzbonus 5 % (bei natürlichem Kältemittel): 1.500 €
  • Zwischensumme: 16.500 € Zuschuss (55 %)

Bei zusätzlichem Einkommensbonus (Haushaltseinkommen unter 40.000 € pro Jahr) käme der Zuschuss auf die Maximalgrenze von 70 %, also 21.000 €. Der Eigenanteil sinkt damit auf 11.000 €. Weitere Rechenbeispiele findest du in unserem Ratgeber zu den Kosten der Luft-Wasser-Wärmepumpe sowie im Detail-Vergleich Wärmepumpe Kosten im Altbau.

Häufige Fehler beim Ausfüllen — und wie du sie vermeidest

Nach Auswertung der Rückmeldungen aus Foren und der Verbraucherzentrale kristallisieren sich immer wieder dieselben Stolperstellen heraus:

  • Vertrag zu früh unterschrieben: Ein regulärer Kaufvertrag vor Antragstellung gilt als Maßnahmenbeginn — Antrag wird abgelehnt.
  • BzA-Nummer nicht eingetragen: Ohne gültige Nummer aus der Bestätigung des Fachbetriebs ist der Antrag unvollständig.
  • Falsche förderfähige Kosten: Nicht alle Positionen aus dem Angebot sind förderfähig (z. B. reine Warmwasser-Speicher-Ergänzungen ohne Bezug zur Heizung).
  • Einkommensbonus falsch angesetzt: Es zählt das durchschnittliche zu versteuernde Haushaltseinkommen der letzten 2 Jahre, nicht das Bruttoeinkommen.
  • Hydraulischer Abgleich fehlt: Er ist Pflicht und muss dokumentiert werden. Details siehe unser Ratgeber Hydraulischer Abgleich bei der Wärmepumpe.

Boni beantragen: Klimageschwindigkeit, Einkommen, Effizienz

Im Formular kreuzt du die zutreffenden Boni an. Jeder Bonus hat eigene Bedingungen — und alle drei zusammen sind bis zur Deckelung von 70 % kombinierbar.

Der Klimageschwindigkeitsbonus (20 %) gilt für Selbstnutzer, die eine funktionierende fossile Heizung ersetzen — typischerweise Öl, Gas (mindestens 20 Jahre alt) oder Kohle. Der Einkommensbonus (30 %) greift bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 € pro Jahr. Der Effizienzbonus (5 %) gibt es für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel (z. B. Propan/R290) oder Sole-Wasser- bzw. Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Mehr zu den technischen Unterschieden im Vergleich Erdwärmepumpe vs. Luftwärmepumpe.

Nach dem Antrag: Verwendungsnachweis und Auszahlung

Wenn die Förderzusage im Portal-Postfach angekommen ist, hast du in der Regel 36 Monate Zeit, die Maßnahme umzusetzen. Nach der Installation reichst du den Verwendungsnachweis ein: alle Rechnungen (unbar bezahlt), die Fachunternehmererklärung und ggf. einen Nachweis des hydraulischen Abgleichs.

Die co2online weist darauf hin, dass Barzahlungen nicht anerkannt werden — nur Überweisungen mit Nachweis. Das ist ein häufiger Ablehnungsgrund. Nach Prüfung wird der Zuschuss innerhalb weniger Wochen ausgezahlt.

Kombination mit KfW-Ergänzungskredit

Zusätzlich zum Zuschuss kannst du für den Eigenanteil einen zinsvergünstigten Ergänzungskredit über die KfW aufnehmen — das ist besonders für Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen bis 90.000 € interessant. Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) bietet dazu regelmäßig aktualisierte Übersichten. Ob sich der Umstieg für dich lohnt, kannst du in unserem Entscheidungs-Framework Wärmepumpe statt Gasheizung prüfen.

FAQ: Häufige Fragen zum BAFA-Antragsformular Wärmepumpe

Wie beantrage ich Fördermittel für die Wärmepumpe?

Für selbstgenutzte Wohngebäude läuft der Antrag über das KfW-Zuschussportal (Programm 458), nicht mehr über das BAFA. Du brauchst dazu einen Vertrag mit aufschiebender Bedingung, die BzA-Nummer deines Fachbetriebs und ggf. Einkommensnachweise. Für Nichtwohngebäude bleibt das BAFA-Portal zuständig.

Kann man als Privatperson einen BAFA-Antrag stellen?

Ja — aber für Heizungstausch in selbstgenutzten Wohngebäuden ist seit 2024 die KfW zuständig, nicht mehr das BAFA. Als Privatperson stellst du also einen KfW-Antrag im Zuschussportal. BAFA-Anträge bleiben Privatpersonen für andere BEG-Maßnahmen (z. B. Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle) offen.

Wie lange dauert der BAFA-Antrag für eine Wärmepumpe?

Die Bearbeitung im BAFA-Portal dauert aktuell etwa 2 Wochen bis wenige Wochen. Bei der KfW (für private Wärmepumpen) sind es typischerweise 2–4 Wochen bis zur Förderzusage. Der Verwendungsnachweis nach Fertigstellung wird nochmal 4–8 Wochen geprüft, bevor der Zuschuss ausgezahlt wird.

Wo stelle ich den Antrag auf Wärmepumpen-Förderung?

Für Wohngebäude im KfW-Zuschussportal unter „Meine KfW" — dort auf „Neuen Antrag stellen" klicken und Programm 458 wählen. Für gewerbliche Anlagen und Nichtwohngebäude im BAFA-Portal über den Button „+ NEUER ANTRAG".

Welche Formulare muss ich hochladen?

Für den Antrag selbst reicht meist die BzA-Nummer. Beim Verwendungsnachweis kommen Rechnungen, Zahlungsnachweise und die Fachunternehmererklärung dazu. Bei Einkommensbonus zusätzlich die Steuerbescheide der letzten 2 Jahre.

Was passiert, wenn ich den Antrag zu spät stelle?

Wenn du den Vertrag mit dem Fachbetrieb ohne aufschiebende Bedingung unterschreibst oder die Maßnahme bereits beauftragt hast, gilt sie als begonnen — die Förderung entfällt komplett. Es gibt keine Möglichkeit, das nachträglich zu heilen.

Fazit: Formulare korrekt ausfüllen — Zuschuss sichern

Das BAFA-Antragsformular für die Wärmepumpe gibt es 2026 in klassischer Form nur noch für Nichtwohngebäude. Privatpersonen stellen ihren Antrag stattdessen im KfW-Zuschussportal — mit BzA-Nummer, Vertrag mit aufschiebender Bedingung und optionalen Einkommens- und Effizienzboni. Wer die Reihenfolge einhält, sichert sich bis zu 70 % Zuschuss auf maximal 30.000 € förderfähige Kosten.

Wir vom Wärmepumpen-Kompass empfehlen: Lass dir die BzA von einem qualifizierten Fachbetrieb ausstellen, prüfe deine Boni-Berechtigung realistisch und plane 6–8 Wochen von der ersten Angebotsanfrage bis zur Förderzusage ein. Wenn du unsicher bist, welche Wärmepumpe zu deinem Haus passt und was das für die Förderung bedeutet, hilft dir unser Wärmepumpen-Check in wenigen Minuten weiter — inklusive Kostenprognose und Förder-Einschätzung.

KI-Redakteurin · KI-Redaktion

Lyra

Lyra ist die KI-Redakteurin vom Wärmepumpen-Kompass. Sie recherchiert Themen rund um Wärmepumpe, Förderung, Kosten und Heizungstausch, schreibt fundierte Ratgeber-Artikel und prüft alle Quellen, bevor jeder Artikel von der Redaktion freigegeben wird.

Zuletzt aktualisiert

15. Juli 2026

ℹ️ Dieser Artikel wurde von unserer KI-Redaktion verfasst und vor Veröffentlichung von der Wärmepumpen-Kompass-Redaktion geprüft. Alle Zahlen und Förderbedingungen werden gegen unabhängige Quellen (BAFA, KfW, Verbraucherzentrale) verifiziert.

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