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Preise

Wärmepumpen- Preise 2026.

Was kostet eine Wärmepumpe am Markt? Hier siehst du aktuelle Preise nach Typ, was den Preis treibt, die Preisentwicklung und was nach Abzug der Förderung als Eigenanteil bleibt.

27.000–40.000 €
Luft-Wasser inkl. Einbau
bis 70 %
Förderung
ab ~9.000 €
Eigenanteil möglich

Wärmepumpen-Preise im Detail

Redaktionell geprüft· Wärmepumpen-Kompass-Redaktion· Stand Juni 2026

Wärmepumpen kosten im Jahr 2026 je nach Typ zwischen 15.000 und 50.000 Euro inklusive Einbau. Luftwärmepumpen sind dabei die günstigste Variante ab etwa 20.000 bis 30.000 Euro, während Erdwärmepumpen mit Erschließung oft 35.000 bis 50.000 Euro erreichen. Die tatsächlichen Preise hängen stark von Leistung, Hersteller, Erschließungsaufwand und regionalen Gegebenheiten ab, lassen sich aber durch aktuelle Förderungen um 30 bis 40 Prozent reduzieren.

01Aktuelle Marktpreise nach Wärmepumpentyp

Der Wärmepumpenmarkt in Deutschland zeigt 2026 eine klare Preisstaffelung nach Technologie. Die Unterschiede ergeben sich vor allem aus dem Erschließungsaufwand der Wärmequelle und der technischen Komplexität. Während Luftwärmepumpen komplett ohne Erdarbeiten auskommen, erfordern Sole- und Wasserwärmepumpen aufwendige Bohrungen oder Kollektorflächen.

Die folgende Übersicht zeigt typische Marktpreise für Einfamilienhäuser mit 120 bis 160 Quadratmetern Wohnfläche. Alle Angaben verstehen sich inklusive Material, Montage und Inbetriebnahme, aber ohne Förderung. Regionale Abweichungen und besondere Anforderungen können diese Werte um 10 bis 20 Prozent verändern.

Bei allen Typen gilt: Die Preisspanne innerhalb einer Kategorie ist erheblich. Budget-Geräte aus Fernost liegen oft 30 bis 40 Prozent unter Premium-Herstellern aus Deutschland oder Skandinavien. Dieser Unterschied spiegelt sich in Effizienz, Lautstärke, Garantieleistung und Serviceverfügbarkeit wider.

WärmepumpentypGerät + InstallationErschließungGesamtpreis
Luft-Wasser-Wärmepumpe15.000 bis 22.000 Euro0 bis 2.000 Euro20.000 bis 30.000 Euro
Sole-Wasser mit Flächenkollektor16.000 bis 20.000 Euro8.000 bis 15.000 Euro30.000 bis 40.000 Euro
Sole-Wasser mit Tiefenbohrung16.000 bis 20.000 Euro12.000 bis 22.000 Euro35.000 bis 50.000 Euro
Wasser-Wasser-Wärmepumpe17.000 bis 22.000 Euro10.000 bis 20.000 Euro33.000 bis 48.000 Euro
Brauchwasser-Wärmepumpe1.500 bis 3.500 Euro0 bis 500 Euro2.000 bis 4.500 Euro

Gut zu wissen

Luftwärmepumpen machen 2026 etwa 75 Prozent aller Neuinstallationen aus, weil sie ohne Genehmigungen und Erdarbeiten auskommen und schnell installiert sind.

02Was den Preis einer Wärmepumpe bestimmt

Der Endpreis einer Wärmepumpenanlage setzt sich aus mehreren variablen Faktoren zusammen. Anders als bei standardisierten Heizgeräten gibt es hier keine Katalogpreise, sondern jede Installation ist ein individuelles Projekt. Die wichtigsten Preistreiber lassen sich in vier Kategorien einteilen.

Die Wärmequelle hat den größten Einfluss auf die Gesamtkosten. Luftwärmepumpen benötigen lediglich einen Aufstellplatz und elektrische Anschlüsse. Erdwärmepumpen dagegen erfordern entweder großflächige Erdkollektoren mit 200 bis 400 Quadratmetern unbebauter Fläche oder Tiefenbohrungen bis 100 Meter. Diese geologischen Arbeiten schlagen mit 8.000 bis 22.000 Euro zu Buche und benötigen behördliche Genehmigungen, die regional unterschiedlich lange dauern.

  • Wärmequelle und Erschließung: Luftwärmepumpen ohne Erdarbeiten sind am günstigsten, Tiefenbohrungen für Erdwärme kosten zusätzlich 50 bis 100 Euro pro Bohrmeter
  • Heizleistung: Typische Einfamilienhäuser benötigen 8 bis 12 kW, größere Objekte oder unsanierte Altbauten bis 15 kW oder mehr, was Geräte und Dimensionierung verteuert
  • Hersteller und Qualitätssegment: Premium-Marken mit SCOP über 4,5 und leisen Verdichtern liegen 30 bis 50 Prozent über Budget-Geräten mit Basis-Effizienz
  • Hydraulische Einbindung: Komplexe Systeme mit Pufferspeicher, Kühlfunktion und mehreren Heizkreisen erhöhen den Installationsaufwand um 3.000 bis 8.000 Euro
  • Standortbedingungen: Enge Bebauung, schwierige Zufahrt, harter Untergrund oder lange Leitungswege zur Wärmequelle treiben die Montagekosten

03Leistung und Objektgröße als Kostenfaktor

Die benötigte Heizleistung bestimmt nicht nur die Gerätegröße, sondern hat überproportionalen Einfluss auf den Preis. Eine 12 kW Wärmepumpe kostet typischerweise nicht doppelt so viel wie ein 6 kW Modell, aber oft 40 bis 60 Prozent mehr. Die meisten Hersteller bieten Leistungsklassen in 2 kW Schritten an.

Für die Auslegung gilt als Faustregel bei gut gedämmten Neubauten: 40 bis 60 Watt pro Quadratmeter Wohnfläche. Ein modernes 150 Quadratmeter Haus benötigt also 6 bis 9 kW Heizleistung. Unsanierte Altbauten können dagegen 80 bis 120 Watt pro Quadratmeter erfordern, was die Anlage deutlich größer und teurer macht. Eine energetische Sanierung vor dem Wärmepumpentausch rechnet sich deshalb oft doppelt.

WohnflächeBenötigte Leistung (gedämmt)Typischer GerätepreisInstallation komplett
80 bis 100 qm4 bis 6 kW12.000 bis 16.000 Euro18.000 bis 25.000 Euro
120 bis 160 qm6 bis 10 kW15.000 bis 20.000 Euro22.000 bis 32.000 Euro
180 bis 220 qm10 bis 14 kW18.000 bis 25.000 Euro28.000 bis 40.000 Euro
ab 250 qm14 bis 20 kW22.000 bis 32.000 Euro35.000 bis 55.000 Euro

Gut zu wissen

Eine überdimensionierte Wärmepumpe arbeitet ineffizient und taktet häufig, eine unterdimensionierte benötigt an kalten Tagen den elektrischen Heizstab. Die exakte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist deshalb Pflicht.

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04Preisentwicklung und aktuelle Markttrends

Der deutsche Wärmepumpenmarkt hat zwischen 2020 und 2023 eine dramatische Preissteigerung erlebt. Lieferengpässe, explodierende Material- und Energiekosten sowie stark gestiegene Nachfrage trieben die Preise um 25 bis 35 Prozent nach oben. Ein Luftwärmepumpen-Komplettpaket, das 2020 noch für 18.000 Euro zu haben war, kostete auf dem Höhepunkt 2022/2023 oft 25.000 Euro oder mehr.

Seit Mitte 2024 entspannt sich der Markt spürbar. Die Lieferketten funktionieren wieder, neue Hersteller drängen in den Markt und der Installationsengpass löst sich langsam. 2026 liegen die Preise etwa 10 bis 15 Prozent unter dem Höchststand von 2022, aber immer noch über dem Vorkrisenniveau. Diese Stabilisierung ermöglicht wieder verlässliche Kalkulation.

Parallel dazu verschieben sich die Marktsegmente. Chinesische Hersteller mit CE-Zertifizierung erobern das untere Preissegment und bieten funktionale Geräte zu 30 bis 40 Prozent unter etablierten Marken. Gleichzeitig setzen deutsche und skandinavische Premium-Anbieter auf hocheffiziente Inverter-Technik, extrem leise Betriebsweisen und intelligente Netzdienlichkeit. Die Preisspanne zwischen Budget und Premium war noch nie so groß.

05Wärmepumpen-Preise vor und nach Förderung

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) reduziert die Nettoinvestition erheblich. 2026 fördert das BAFA Wärmepumpen in Wohngebäuden mit einem Grundfördersatz von 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Zusätzliche Boni von jeweils 5 Prozent gibt es für natürliche Kältemittel, Wärmepumpen als Ersatz für funktionierende Öl-, Gas- oder Nachtspeicherheizungen und für Haushalte mit niedrigem Einkommen. Maximal sind 70 Prozent Förderung möglich.

Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 Euro bei Einfamilienhäusern gedeckelt. Daraus ergeben sich maximale Förderbeträge zwischen 9.000 Euro (nur Grundförderung) und 21.000 Euro (alle Boni kombiniert). In der Praxis erreichen die meisten Antragsteller 35 bis 45 Prozent Förderquote, was bei einem 30.000 Euro Projekt etwa 10.500 bis 13.500 Euro entspricht.

  • Förderantrag muss vor Vertragsabschluss beim BAFA eingereicht werden, nachträgliche Anträge sind ausgeschlossen
  • Die Auszahlung erfolgt nach Fertigstellung und Verwendungsnachweis, du musst also vorfinanzieren oder einen Ergänzungskredit nutzen
  • Förderfähig sind nicht nur Gerät und Montage, sondern auch Deinstallation der Altanlage, hydraulischer Abgleich und begleitende Dämmmaßnahmen
  • Kombination mit KfW-Wohngebäudekredit möglich, aber keine doppelte Förderung derselben Kosten
Systempreis bruttoFörderung 30%Förderung 45%Eigenanteil bei 30%Eigenanteil bei 45%
22.000 Euro6.600 Euro9.900 Euro15.400 Euro12.100 Euro
28.000 Euro8.400 Euro12.600 Euro19.600 Euro15.400 Euro
35.000 Euro9.000 Euro*13.500 Euro*26.000 Euro21.500 Euro
45.000 Euro9.000 Euro*13.500 Euro*36.000 Euro31.500 Euro

Gut zu wissen

Die Förderhöchstgrenze von 30.000 Euro förderfähigen Kosten bedeutet: Bei teureren Anlagen wie Erdwärmepumpen bleibt die absolute Förderung gleich, der prozentuale Eigenanteil steigt.

Die Preise variieren je nach Typ, Leistung und Erschließung.
Die Preise variieren je nach Typ, Leistung und Erschließung.

06Komplettangebot versus Einzelkomponenten

Am Markt konkurrieren zwei grundsätzliche Angebotsformen. Komplettangebote großer Anbieter enthalten Wärmepumpe, hydraulische Einbindung, Pufferspeicher, Regelung, Montage und Inbetriebnahme zum Festpreis. Diese Pakete bieten Planungssicherheit und eine Ansprechperson für alles, liegen preislich aber oft 10 bis 20 Prozent über Einzelvergabe.

Bei der Einzelvergabe beschaffst du Komponenten separat und koordinierst verschiedene Gewerke selbst. Ein spezialisierter Wärmepumpen-Installateur kümmert sich um Hydraulik und Inbetriebnahme, Tiefbau oder Bohrung vergibst du an Fachfirmen, elektrische Arbeiten übernimmt ein Elektriker. Das erfordert mehr Eigenleistung in Planung und Koordination, kann aber bei größeren Projekten mehrere tausend Euro sparen.

Für die meisten Hausbesitzer empfiehlt sich der Mittelweg: Ein Fachbetrieb als Generalunternehmer koordiniert alle Gewerke, du kannst aber bei Komponenten wie Pufferspeicher, Regelung oder sogar der Wärmepumpe selbst mitreden oder günstigere Alternativen vorschlagen. Wichtig ist dabei die Klärung von Gewährleistung und Garantie, wenn nicht alles aus einer Hand kommt.

07Versteckte Kosten und Zusatzposten

Viele Angebote enthalten nicht alle späteren Kosten. Typische Positionen, die erst im Kleingedruckten oder gar nicht auftauchen, summieren sich schnell auf 2.000 bis 5.000 Euro zusätzlich. Besonders bei vermeintlichen Kampfpreisen lohnt der genaue Blick.

Elektrische Anschlüsse werden oft unterschätzt. Eine Wärmepumpe benötigt einen eigenen Drehstromanschluss mit entsprechender Absicherung. Liegt der Zählerschrank weit entfernt oder ist veraltet, können Elektrikerkosten von 1.000 bis 3.000 Euro anfallen. Manche Netzbetreiber verlangen zudem Netzanschlusskosten oder den Einbau von Rundsteuerempfängern für vergünstigte Wärmepumpentarife.

  • Altanlagen-Entsorgung: Ausbau und Entsorgung von Öltank oder alter Gasheizung kostet 800 bis 2.500 Euro, ist aber förderfähig
  • Hydraulischer Abgleich: Für optimale Effizienz unverzichtbar, wird aber oft als Extra berechnet mit 800 bis 1.500 Euro
  • Pufferspeicher: Bei komplexen Systemen oder zur Kühlung sinnvoll, schlägt mit 1.200 bis 3.000 Euro zusätzlich zu Buche
  • Fundamentarbeiten: Außenaufstellung von Luftwärmepumpen erfordert ein Betonfundament, Kosten 400 bis 1.200 Euro
  • Schallschutzmaßnahmen: Bei enger Nachbarschaft können Schallschutzhauben oder Fundament-Entkopplung weitere 500 bis 1.500 Euro kosten
  • Genehmigungskosten: Tiefenbohrungen benötigen wasserrechtliche Genehmigungen, Gebühren 200 bis 800 Euro je nach Bundesland

Gut zu wissen

Seriöse Angebote enthalten alle Positionen inklusive Kleinmaterial, Inbetriebnahme und gesetzlich vorgeschriebener Dokumentation. Frage explizit nach, was NICHT enthalten ist.

08Worauf du bei Angeboten achten solltest

Ein professionelles Wärmepumpen-Angebot beginnt mit einer Vorort-Besichtigung. Seriöse Anbieter wollen Gebäudezustand, Heizkörper, Dämmstandard und Platzverhältnisse sehen, bevor sie kalkulieren. Angebote ohne Besichtigung oder nur nach telefonischer Beschreibung sind unseriös und führen fast immer zu Nachforderungen.

Das Angebot sollte Fabrikat und Modellbezeichnung der Wärmepumpe konkret nennen, nicht nur "Qualitätswärmepumpe Marke XY". Prüfe die technischen Daten: Nennleistung bei A7/W35 (typischer Betriebspunkt), SCOP-Wert (saisonale Effizienz), Schallleistungspegel und verwendetes Kältemittel. Premium-Geräte erreichen SCOP-Werte von 4,5 oder höher, Basis-Modelle liegen bei 3,5 bis 4,0.

Achte auf den Leistungsumfang. Enthalten sein müssen: komplette hydraulische Anbindung an die Heizungsverteilung, Regelung und Raumthermostat oder Anbindung ans Smart Home, elektrische Anschlussarbeiten mindestens bis zum Hausanschluss, Inbetriebnahme mit Funktionstest und Einweisung sowie alle Materialien inklusive Rohrleitungen, Dämmung und Kleinteile.

  • Vergleiche mindestens drei Angebote verschiedener Anbieter, aber achte auf echte Vergleichbarkeit der Leistungen
  • Frage nach Referenzen oder abgeschlossenen Projekten in deiner Region, gerade bei Erdwärmepumpen
  • Kläre Garantiebedingungen: Herstellergarantie auf Verdichter (oft 5 Jahre), Gewährleistung des Installateurs (2 Jahre gesetzlich)
  • Prüfe Zahlungsmodalitäten: Anzahlung maximal 30 Prozent, Hauptbetrag nach Fertigstellung, Schlusszahlung nach Abnahme und Fördererhalt
  • Lass dir Zeitplan und Projektablauf schriftlich bestätigen, inklusive Lieferzeit und Montagedauer
  • Vereinbare feste Ansprechpartner für technische Fragen, Gewährleistung und späteren Service

09Preisunterschiede zwischen Herstellern und Marken

Der deutsche Wärmepumpenmarkt teilt sich 2026 in drei Preissegmente. Premium-Hersteller aus Deutschland, Österreich und Skandinavien wie Viessmann, Stiebel Eltron, NIBE oder Dimplex positionieren sich im oberen Drittel. Ihre Geräte bieten höchste Effizienz, flüsterleisen Betrieb, lange Garantien und flächendeckenden Service.

Das Mittelfeld besetzen etablierte europäische und japanische Marken mit solider Technik zu fairen Preisen. Sie erreichen gute Effizienzwerte und haben ein deutschlandweites Servicenetz. Die Verarbeitung liegt etwas unter Premium-Niveau, reicht aber für die meisten Anwendungen völlig aus.

Im unteren Segment tummeln sich zunehmend chinesische und osteuropäische Anbieter. Ihre Wärmepumpen sind technisch funktional und erfüllen alle Normen, liegen aber bei Effizienz, Lautstärke und Verarbeitungsqualität zurück. Der Preisvorteil von 30 bis 40 Prozent macht sie trotzdem für preisbewusste Bauherren interessant. Kritisch ist oft der Service: Ersatzteilverfügbarkeit und technischer Support sind nicht immer auf deutschem Niveau.

Die Markenwahl beeinflusst nicht nur den Anschaffungspreis, sondern auch Betriebskosten und Lebensdauer. Eine Premium-Wärmepumpe mit SCOP 5,0 spart gegenüber einem Budget-Gerät mit SCOP 3,5 etwa 25 bis 30 Prozent Stromkosten. Bei 1.500 Euro jährlichen Heizkosten macht das 375 bis 450 Euro Differenz pro Jahr. Nach 10 Jahren hat sich ein Mehrpreis von 4.000 Euro bereits amortisiert.

10Regionale Preisunterschiede und Installateurskosten

Wärmepumpenpreise variieren regional deutlich. In Ballungsräumen wie München, Stuttgart oder Hamburg liegen die Installationskosten oft 15 bis 25 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Ursachen sind höhere Lohn- und Betriebskosten, längere Anfahrtswege durch dichten Verkehr und hohe Auslastung der Fachbetriebe.

In strukturschwachen ländlichen Regionen sind die Stundenveranstaltung niedriger, dafür gibt es weniger spezialisierte Wärmepumpen-Installateure. Längere Anfahrtswege vom nächsten Fachbetrieb gleichen den Kostenvorteil teilweise wieder aus. Am günstigsten installiert es sich oft in mittelgroßen Städten und ihrem Umland mit guter Handwerkerdichte und moderaten Lohnkosten.

Die Installateurskosten selbst machen bei Luftwärmepumpen etwa 25 bis 35 Prozent des Gesamtpreises aus, bei Erdwärmepumpen wegen der Bohrungen 40 bis 50 Prozent. Ein typisches Luftwärmepumpen-Projekt erfordert 20 bis 35 Arbeitsstunden für Montage, hydraulische Einbindung und Inbetriebnahme. Bei Stundensätzen zwischen 60 und 90 Euro ergeben sich Arbeitskosten von 1.200 bis 3.150 Euro rein für Installation, hinzu kommen Planung, Kalkulation und Nacharbeiten.

11Langfristige Kostenbetrachtung und Wirtschaftlichkeit

Die Anschaffungskosten sind nur ein Teil der Gesamtwirtschaftlichkeit. Über die typische Lebensdauer von 18 bis 22 Jahren summieren sich Betriebskosten, Wartung und eventuelle Reparaturen zu erheblichen Beträgen. Eine ganzheitliche Kalkulation berücksichtigt alle Faktoren.

Stromkosten bilden den größten laufenden Posten. Ein gut gedämmtes Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern benötigt etwa 12.000 bis 18.000 kWh Wärme pro Jahr. Eine effiziente Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 4,0 zieht dafür 3.000 bis 4.500 kWh Strom. Bei einem Wärmepumpentarif von 28 Cent pro kWh entstehen jährliche Stromkosten von 840 bis 1.260 Euro. Zum Vergleich: Eine Gasheizung mit 90 Prozent Wirkungsgrad würde für dieselbe Wärmemenge etwa 1.400 bis 1.800 Euro kosten.

Wartungskosten fallen bei Wärmepumpen geringer aus als bei Verbrennungsheizungen. Eine jährliche Inspektion kostet 150 bis 300 Euro und prüft Kältemittelkreislauf, Drücke, Temperaturen und Filter. Schornsteinfeger und Emissionsmessungen entfallen komplett. Über 20 Jahre summieren sich die Wartungskosten auf 3.000 bis 6.000 Euro.

Die Amortisation hängt stark vom ersetzten System ab. Gegenüber einer alten Ölheizung rechnet sich eine Wärmepumpe oft schon nach 8 bis 12 Jahren, bei einer modernen Gas-Brennwertheizung eher nach 15 bis 20 Jahren. Die Förderung verkürzt diese Zeiträume erheblich. Wichtig: Steigende CO2-Preise auf fossile Brennstoffe machen die Wärmepumpe Jahr für Jahr attraktiver.

FAQ

Häufige Fragen zu den Preisen

Was kostet eine Wärmepumpe für ein 150 Quadratmeter Haus?

Für ein 150 Quadratmeter Einfamilienhaus kostet eine Wärmepumpe komplett installiert zwischen 22.000 und 35.000 Euro, je nach Typ und Ausstattung. Eine Luftwärmepumpe liegt dabei am unteren Ende bei 22.000 bis 28.000 Euro, während Erdwärmepumpen mit Bohrung 32.000 bis 45.000 Euro erreichen können. Nach Abzug der BEG-Förderung von 30 bis 45 Prozent reduziert sich der Eigenanteil auf 12.000 bis 24.000 Euro.

Wie viel kostet eine neue Wärmepumpe mit Einbau?

Eine neue Wärmepumpe kostet inklusive Einbau 2026 zwischen 20.000 und 50.000 Euro, abhängig vom Typ und der Erschließung. Luftwärmepumpen starten bei etwa 20.000 Euro komplett installiert, Erdwärmepumpen mit Tiefenbohrung liegen bei 35.000 bis 50.000 Euro. Im Preis enthalten sind Gerät, Montage, hydraulische Einbindung und Inbetriebnahme.

Was kostet aktuell eine gute Wärmepumpe?

Eine gute Wärmepumpe von etablierten Herstellern kostet 2026 zwischen 12.000 und 20.000 Euro nur für das Gerät, komplett installiert 22.000 bis 35.000 Euro. Premium-Modelle mit hohem SCOP-Wert über 4,5, leisem Betrieb und natürlichem Kältemittel liegen am oberen Ende dieser Spanne, während solide Mittelklasse-Geräte ab etwa 15.000 Euro inklusive Installation zu haben sind.

Was kostet eine 10 kW Wärmepumpe mit Montage?

Eine 10 kW Luftwärmepumpe kostet mit Montage zwischen 18.000 und 28.000 Euro komplett installiert. Das Gerät selbst schlägt mit 10.000 bis 16.000 Euro zu Buche, hinzu kommen 5.000 bis 9.000 Euro für hydraulische Einbindung, elektrische Anschlüsse und Inbetriebnahme. Bei Erdwärmepumpen erhöhen sich die Kosten durch die Erschließung auf 30.000 bis 42.000 Euro gesamt.

Wie viel günstiger wird eine Wärmepumpe durch Förderung?

Durch die BEG-Förderung wird eine Wärmepumpe 30 bis 45 Prozent günstiger, was bei typischen Projekten 9.000 bis 13.500 Euro absolute Ersparnis bedeutet. Die Grundförderung liegt bei 30 Prozent, mit Boni für natürliche Kältemittel, Heizungstausch und einkommensschwache Haushalte sind bis zu 70 Prozent möglich. Die Förderung ist allerdings auf 30.000 Euro förderfähige Kosten gedeckelt.

Welche Wärmepumpe ist am günstigsten?

Luftwärmepumpen sind mit 20.000 bis 30.000 Euro komplett installiert die günstigste Variante, weil sie ohne teure Erdarbeiten oder Bohrungen auskommen. Brauchwasser-Wärmepumpen nur für Warmwasser kosten sogar nur 2.000 bis 4.500 Euro, ersetzen aber keine Heizung. Erdwärmepumpen sind in der Anschaffung 30 bis 60 Prozent teurer, arbeiten aber effizienter und sparen langfristig Betriebskosten.

Was ist beim Wärmepumpen-Angebot besonders wichtig?

Beim Wärmepumpen-Angebot ist die vollständige Leistungsbeschreibung besonders wichtig, also konkrete Modellbezeichnung, alle Installationsarbeiten, hydraulischer Abgleich und Inbetriebnahme im Festpreis. Achte darauf, dass elektrische Anschlüsse, Fundamentarbeiten und Altanlagenentsorgung enthalten sind, denn diese Positionen werden oft separat berechnet. Vergleiche immer mindestens drei Angebote auf Basis identischer Leistungen.

Lohnt sich eine teurere Premium-Wärmepumpe?

Eine teurere Premium-Wärmepumpe lohnt sich langfristig durch 20 bis 30 Prozent niedrigere Stromkosten, leiseren Betrieb und längere Lebensdauer. Bei 4.000 bis 6.000 Euro Mehrpreis amortisiert sich die Investition durch die Effizienzvorteile nach etwa 10 bis 15 Jahren. Besonders in dicht bebauten Gebieten ist der Aufpreis für leise Premium-Modelle sinnvoll, um Nachbarschaftskonflikte zu vermeiden.

Mehr Antworten? Auf der FAQ-Seite findest du alle Fragen zu Förderung, Kosten, Technik und Anbietern.

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