Förderung · 7 Min. Lesezeit
BAFA förderfähige Wärmepumpen 2026: Kriterien, Liste & Check
Welche Wärmepumpen sind 2026 BAFA-förderfähig? Wir erklären die technischen Mindestanforderungen, wo du die offizielle Liste findest und wie du prüfst, ob dein Modell förderfähig ist.
Veröffentlicht am 19. Oktober 2026

Förderung
BAFA-förderfähige Wärmepumpen sind Geräte, die die technischen Mindestanforderungen (TMA) der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erfüllen und im offiziellen Wärmeerzeuger-Portal (WEP) des BAFA gelistet sind. Nur Modelle, die diese Voraussetzungen nachweislich erfüllen, können im Rahmen des KfW-Programms 458 mit bis zu 70 % Zuschuss auf maximal 30.000 € förderfähige Kosten (= bis zu 21.000 €) gefördert werden. Welche Kriterien konkret gelten, wo du die aktuelle Liste findest und wie du dein Wunschmodell prüfst — das erfährst du in diesem Ratgeber.
Was macht eine Wärmepumpe BAFA-förderfähig?
Das BAFA prüft nicht jede Wärmepumpe einzeln auf Antrag — stattdessen listet es vorab Geräte, die die technischen Mindestanforderungen (TMA) erfüllen, im sogenannten Wärmeerzeuger-Portal. Hersteller und Importeure melden ihre Modelle dort selbst an und belegen die Effizienzwerte durch unabhängige Prüfnachweise.
Die wichtigsten technischen Kriterien für Luft-Wasser-Wärmepumpen und Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärme) im Überblick:
- Luft-Wasser-Wärmepumpen: COP ≥ 2,5 bei A2/W35 (gemäß EN 14511) oder saisonaler Raumheizungs-Energieeffizienz (ηs) ≥ 125 % — Energielabel mindestens A++ ist Pflicht.
- Sole-Wasser-Wärmepumpen: COP ≥ 3,5 bei B0/W35 (EN 14511), Energielabel mindestens A+++.
- Wasser-Wasser-Wärmepumpen: COP ≥ 4,0 bei W10/W35, ebenfalls mindestens A+++.
- Wärmepumpen mit einer Heizleistung über 400 kW sind grundsätzlich von der Förderung ausgeschlossen.
Zusätzlich muss das Gerät von einem im Installateurverzeichnis eingetragenen Fachbetrieb eingebaut werden. Wichtig: Der Förderantrag muss vor Beauftragung des Handwerkers gestellt werden — sonst gibt es keinen Zuschuss. Mehr zu den genauen Voraussetzungen erklären wir im Kompakt-Guide zur Heizungsförderung 2026.
Wo findest du die aktuelle BAFA-Förderliste?
Die verbindliche Quelle ist das Wärmeerzeuger-Portal (WEP) auf der BAFA-Website. Dort kannst du nach Hersteller, Modellbezeichnung oder BAFA-Nummer filtern. Das Portal wird laufend aktualisiert — neue Modelle kommen hinzu, ältere können herausfallen, wenn Hersteller keine aktuellen Prüfnachweise mehr einreichen.
So nutzt du das WEP in drei Schritten:
- Öffne das BAFA-Portal für effiziente Gebäude und navigiere zu „Anlagen zur Wärmeerzeugung → Wärmeerzeuger-Portal".
- Wähle den Anlagentyp (z. B. Luft/Wasser), filtere nach Hersteller und gib den Modellnamen oder die BAFA-Gerätenummer ein.
- Prüfe die ausgewiesenen Kennzahlen (COP, Nennleistung, Energieeffizienzklasse) und notiere die BAFA-Nummer — diese musst du im Förderantrag angeben.
Tipp: Lass deinen Fachbetrieb die Listenprüfung gemeinsam mit dir machen. Viele Komplettanbieter wie thermondo oder Enpal bieten im Rahmen ihrer Angebote bereits geprüfte, förderfähige Modelle an und übernehmen die Antragstellung. Den genauen Ablauf des BAFA-Antrags erklären wir Schritt für Schritt in unserem Artikel BAFA Antrag Wärmepumpe online stellen.
Welche Modelle und Typen sind typischerweise gelistet?
Im WEP sind 2026 mehrere Tausend Gerätemodelle gelistet. Die Bandbreite reicht von kompakten Monoblock-Luft-Wasser-Wärmepumpen ab ca. 5 kW Heizleistung bis zu leistungsstarken Sole-Wasser-Anlagen mit über 100 kW. Bekannte Hersteller, deren Modelle regelmäßig gelistet sind, umfassen u. a. Vaillant, Stiebel Eltron, Daikin, Viessmann, Bosch/Buderus und Mitsubishi Electric — ohne Anspruch auf Vollständigkeit, da das Portal laufend aktualisiert wird.
Grundsätzlich gilt: Je höher die Effizienz (JAZ im Betrieb), desto eher ist auch der Effizienzbonus von 5 % zusätzlich zur Grundförderung erreichbar. Dieser Bonus gilt für Wärmepumpen, die als Wärmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser nutzen (also Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Anlagen) oder ein natürliches Kältemittel einsetzen. Mehr dazu, wie sich Sole-Wasser-Anlagen finanziell rechnen, liest du in unserem Investitions-Check für Erdwärme 2026.
Entscheidend ist nicht der Markenname, sondern die BAFA-Nummer im Wärmeerzeuger-Portal — nur gelistete Modelle sind förderfähig, unabhängig davon, wie effizient ein Gerät laut Hersteller ist.
Beispielrechnung: Förderung für eine förderfähige Luft-Wasser-Wärmepumpe
Nehmen wir ein konkretes Fallbeispiel: Ein Eigenheimbesitzer in Bayern tauscht eine alte Gasheizung gegen eine im WEP gelistete Luft-Wasser-Wärmepumpe aus. Gesamtkosten für Gerät, Installation und Inbetriebnahme: 32.000 €. Davon sind maximal 30.000 € förderfähig.
Förderstufen im Überblick:
- Grundförderung 30 %: 9.000 € (auf 30.000 € förderfähige Kosten)
- Klimageschwindigkeitsbonus 20 %: +6.000 € (wenn alte Öl-/Gasheizung stillgelegt wird, bis Ende 2028)
- Einkommensbonus 30 %: +9.000 € (nur wenn Haushaltseinkommen ≤ 40.000 € zu versteuerndes Jahreseinkommen)
- Gesamtförderung im günstigsten Fall: bis zu 70 % = 21.000 € — Eigenanteil dann: 11.000 € (bei 32.000 € Gesamtkosten inkl. 2.000 € nicht förderfähige Mehrkosten).
Wichtig: Der Klimageschwindigkeitsbonus und der Einkommensbonus greifen nur unter bestimmten Voraussetzungen. Die Basisförderung von 30 % steht dagegen grundsätzlich allen zu, die ein förderfähiges Modell einbauen lassen. Eine vollständige Wirtschaftlichkeitsrechnung findest du in unserem Artikel Wirtschaftlichkeitsberechnung Wärmepumpe 2026. Die aktuellen Förderbedingungen der KfW erklärt unser KfW-Förderung Heizung 2026 Ratgeber.
FAQ: Häufige Fragen zu BAFA-förderfähigen Wärmepumpen
Ist eine Wärmepumpe grundsätzlich förderfähig bei der BAFA?
Nicht automatisch. Förderfähig sind nur Wärmepumpen, die im BAFA-Wärmeerzeuger-Portal gelistet sind, die technischen Mindestanforderungen erfüllen (u. a. Energielabel A++ oder A+++, Mindest-COP) und in einem bestehenden oder neu errichteten Wohngebäude eingebaut werden. Reine Neubauten ohne Heizungstausch erhalten seit 2024 keine BEG-Einzelmaßnahmen-Förderung mehr — Ausnahme: Ersterrichtung in einem Neubau zählt nicht als Heizungstausch. Laut Verbraucherzentrale sollten Käufer immer vorab prüfen, ob das konkrete Modell im WEP eingetragen ist.
Welche Wärmepumpen sind 2026 noch förderfähig?
Stand 2026 sind weiterhin alle drei Haupttypen förderfähig: Luft-Wasser-Wärmepumpen, Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärme) und Wasser-Wasser-Wärmepumpen — jeweils sofern sie die Mindest-COP-Werte und Energielabel-Anforderungen erfüllen und im WEP gelistet sind. Warmwasser-Wärmepumpen (Brauchwasser-Wärmepumpen) können unter bestimmten Bedingungen ebenfalls gefördert werden. Geräte mit veralteten Kältemitteln oder ohne aktuellen Prüfnachweis sind nicht mehr gelistet. Den Bundesverband Wärmepumpe e.V. veröffentlicht zudem Orientierungshilfen zu Mindeststandards.
Welche Wärmepumpen sind 2026 in der BAFA-Förderliste?
Die Liste wird im BAFA-Wärmeerzeuger-Portal laufend gepflegt. Typischerweise sind dort mehrere Tausend Modelle eingetragen. Bekannte Hersteller wie Vaillant, Stiebel Eltron, Daikin, Viessmann, Mitsubishi Electric und Bosch sind mit zahlreichen Modellen vertreten. Eine statische PDF-Liste ist nicht mehr der aktuelle Standard — das WEP ist die verbindliche, tagesaktuell gepflegte Quelle. Konkrete Modellvergleiche findest du auch in unserem Entscheidungs-Framework zu Luft-Wasser-Wärmepumpen.
Wo finde ich eine Liste der förderfähigen Wärmepumpen?
Die einzig verbindliche, aktuelle Quelle ist das Wärmeerzeuger-Portal (WEP) des BAFA. Erreichbar über bafa.de → Energie → Effiziente Gebäude → Anlagen zur Wärmeerzeugung. Drittanbieter-Listen (z. B. von Handwerkskammern oder Energieberatungsportalen) können als Orientierung dienen, sind aber nicht immer tagesaktuell und ersetzen nicht den Abgleich mit dem WEP.
Was passiert, wenn mein Modell nicht im WEP gelistet ist?
Dann ist dieses Modell nicht förderfähig — unabhängig von Effizienz oder Marke. Du hast zwei Möglichkeiten: Entweder wählst du ein gelistetes Alternativmodell, oder du fragst deinen Fachbetrieb, ob der Hersteller eine Listung beantragt hat oder in Kürze plant. Einige neue Modelle werden kurz nach Markteinführung gelistet, sodass ein kurzes Abwarten sich lohnen kann. Plane in jedem Fall genug Vorlaufzeit ein, bevor du den KfW-Antrag stellst.
Fazit: So gehst du bei der Modellwahl vor
BAFA-förderfähige Wärmepumpen erkennst du an ihrer Eintragung im Wärmeerzeuger-Portal — die BAFA-Nummer ist das entscheidende Merkmal, nicht Marke oder Preis. Prüfe das Modell vor der Beauftragung im WEP, stelle den Förderantrag rechtzeitig über das KfW-Portal und achte darauf, dass dein Fachbetrieb die BAFA-Nummer im Angebot ausweist. Mit der richtigen Vorbereitung kannst du bis zu 21.000 € Zuschuss erhalten. Wir vom Wärmepumpen-Kompass helfen dir, geprüfte Anbieter zu finden, die förderfähige Modelle anbieten und den Antrag für dich übernehmen.
KI-Redakteurin · KI-Redaktion
Lyra
Lyra ist die KI-Redakteurin vom Wärmepumpen-Kompass. Sie recherchiert Themen rund um Wärmepumpe, Förderung, Kosten und Heizungstausch, schreibt fundierte Ratgeber-Artikel und prüft alle Quellen, bevor jeder Artikel von der Redaktion freigegeben wird.
Zuletzt aktualisiert
19. Oktober 2026
ℹ️ Dieser Artikel wurde von unserer KI-Redaktion verfasst und vor Veröffentlichung von der Wärmepumpen-Kompass-Redaktion geprüft. Alle Zahlen und Förderbedingungen werden gegen unabhängige Quellen (BAFA, KfW, Verbraucherzentrale) verifiziert.
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